Inhalte und Ablauf der Ausbildung

Allgemeines

Die Ausbildung ist für die Teilnehmer*innen grundsätzlich kostenlos - aber nicht umsonst!
Mein Wissen und meine Erfahrung habe ich im Laufe von dreißig Jahren in der Erde meines Gartens gefunden. Alles was ich brauche bekomme ich von der Erde zur Verfügung gestellt. Diese Geschenke will ich weitergeben. Alle Teilnehmer*innen sollen sich bis zum Ende der Ausbildung überlegen, was sie der Erde als Ausgleich dafür zurückgeben wollen.

Die Basis unseres Zusammenseins in der Gruppe soll das Begegnen auf Augenhöhe und gewaltfreie Kommunikation sein. Ich bin sehr inspiriert von Manitonquat und dem "Weg des Kreises" (www.circleway.org). Darin liegt für mich die Chance einer Erneuerung unserer Gesellschaft von "innen".

Die Würde jedes einzelnen Menschen und sein Recht auf ein gutes Leben in Frieden sind ein fundamentaler Teil meiner tiefsten Grundüberzeugungen. Ich bin fest davon überzeugt, dass ausnahmslos alle Menschen mitfühlende, solidarische Wesen sind und die Fähigkeit besitzen, volle Eigenverantwortung für alle ihre Handlungen und Entscheidungen zu übernehmen. Das sind Grundbestandteile unserer natürlichen Veranlagung mit der wir geboren werden.
Menschen, die das nicht glauben, oder aus irgendwelchen Gründen nicht zeigen können oder wollen und deshalb rassistischen, menschen- und lebensfeindlichen Ideen oder dualistischen Verschwörungstheorien, die die Welt in gut und böse oder Opfer und Täter unterteilen, anhängen, sollen sich bitte nicht für eine Teilnahme an der Ausbildung bewerben. Dafür ist in meinem Leben kein Platz.

Die Inhalte

Wir werden an sechs Wochenenden von April bis September die jeweils anfallenden, praktischen Gartenarbeiten durchführen und uns mit der dazugehörigen Theorie gründlich beschäftigen. Die Themen reichen von Jungpflanzenanzucht, Aussaat, Bodenvorbereitung und Düngung über die Pflege der Kulturen bis zu Ernte und Lagerung. Einen großen Raum wird die dauerhafte Bodenfruchtbarkeit und ein grundlegendes Verständnis des Systems Boden - Pflanze - Mikroorganismen einnehmen. Auch das Thema Pflanzung und Pflege von Obstgehölzen soll einen Platz im Laufe des Jahres bekommen.

Zu jedem Arbeitsschritt werde ich verschiedene Möglichkeiten vorstellen wie dieser umgesetzt werden kann, damit am Ende alle eine möglichst große Auswahl haben, ihren ganz eigenen praktischen Weg zu finden. Alle vorgestellten Kulturtechniken sind so boden- und ressourcenschonend wie möglich und der Schutz der Pflanzen vor Krankheiten geschieht vor allem durch die Bodengesundheit und eine geregelte Fruchtfolge.

An den gemeinsamen Abenden kann ich zu verschiedensten Themen, die sich auf die Erneuerung unserer Gesellschaft beziehen, Informationen geben. Dazu gehören organisches Denken, natürliche Geld- und Wirtschaftsordnung und die Ethikprinzipien der Permakultur. Beiträge von den Teinehmer*innen sind willkommen!