Zigoneshi

"Der Gedanke, der hinterlassen wurde, dass alles gehütet werden muss, ist ein einziger. Das Prinzip, wie alles zusammenlebt, ist ein einziges. 

Es gibt ein Prinzip nach dem die Natur und auch wir Menschen geschaffen wurden. Wenn wir Technologien erschaffen, müssen sie dem gleichen Prizip folgen, dann sind sie lebendig, sonst können sie sehr schädlich sein."

Arregoces Coronado-Zarabata

 
Zigoneshi bedeutet in der Sprache der Kogi Indianer "der eine Gedanke", aber auch ursprüngliches Prinzip und ursprüngliches Denken. Die Kogi leben in der Sierra Nevada de Santa Marta, in Kolumbien. Sie haben den größten Teil ihrer Kultur bewahren können. Es ist eine Friedenskultur, die seit Jahrtausenden im Einklang mit ihren Bedürfnissen und der Natur lebt. Im Denken der Kogi ist alles Lebendige miteinander verbunden. Es gibt keine Trennung zwischen dem Menschen und seiner Umwelt, die man nach Belieben schützen oder zerstören kann, je nach persönlichem Interesse. Die Tatsache, dass wir ein Teil der Natur sind und nichts losgelöst voneinander existiert, ist fest in ihrer Kultur verankert und bestimmt ihr gesamtes In-der-Welt-Sein. In anderen Traditionen heißt dieses Denken "Einheit allen Seins" oder "ursprüngliche Weisungen" und unterscheidet sich von dem in unserer Zivilsation üblichen mechanischem Denken darin, dass die gesamte Welt als ein Organismus betrachtet wird, dem die Prinzipien und Gesetze der Schöpfung zugrunde liegen. Das ist auch das Wesentliche, was wir von den Kogi lernen können: ihre Art und Weise auf die Welt zu schauen.  
Es geht nicht darum, wie die Kogi zu leben oder wie andere Indianerstämme vor fünfhundert Jahren, es geht darum unser Leben so zu gestalten, dass die gesamte Schöpfung wieder ins Gleichgewicht kommt nach vielen Jahrhunderten der Gewalt und Zerstörung. Diese Umgestaltung unserer Gesellschaft beginnt mit dem Denken. Einerseits gehören einige Grundannahmen unserer Kultur auf den Prüfstand, wie zum Beispiel Darwins Hypothese von der Entstehung der Arten durch ständigen Überlebenskampf. Aus dieser Hypothese sind sehr weitreichende Schlußfolgerungen gezogen worden. Der Glaube an Kampf und Konkurrenz ist fest in unserer Kultur verwurzelt. In einer Welt die tatsächlich auf diesen Prinzipien beruht will keiner von uns leben! Andererseits ist es höchste Zeit lebendige Systeme auch als solche zu betrachten, nicht wie heute üblich als Mechanismen, die nichts weiter sind als die Summe ihrer Einzelteile. Bewusstheit ist die wichtigste neue Qualität, die wir dafür entwickeln müssen, Bewusstheit über uns selbst, unsere Motivation in jedem Augenblick, warum wir uns so oder anders entscheiden und Bewusstheit darüber, wie alles in der Welt miteinander verbunden ist. Das bedeutet alles zu hinterfragen, immer in Zusammenhängen und alles bis zum Ende zu denken: was hat es für Konsequenzen, wenn ich dieses oder jenes tue?
Aus dieser Perspektive werden wir erstaunliche Lösungen für viele unserer derzeitigen Probleme finden. Dabei können uns die Kogi unterstützen.

Lucas Buchholz hat die Kogi auf Einladung ihrer Ältesten besucht und ein Buch darüber geschrieben.
In diesem Buch kommen vor allem die Kogi selbst zu Wort, es ist ihr Buch. In seinen eigenen Texten, die zwischen die Zitate eingegliedert sind, stellt Lucas Buchholz den Bezug zwischen der jahrtausendealten Weisheit der Kogi und unserer Lebenswirklichkeit her. Es ist ein Buch voller Inspirationen, die uns unterstützen können praktische Wege für die dringend notwendige Erneuerung unserer Gesellschaft zu finden; jenseits romantischer Zurück-zur-Natur-Ideen oder reiner Kritik an unserer Lebensweise.

Mehr Informationen unter:
www.lucasbuchholz.com 


Die Kogi wollen ihr Land, das sie in den letzten vierhundert Jahren verloren haben, zurückkaufen, vor allem ihre heiligen Plätze. Dafür ernten sie den Kaffee, der in den Bergen der Sierra Nevada wild wächst und verkaufen ihn über Partner in mehreren Ländern.

Mehr Informationen darüber unter:
www.urwaldkaffee.de 


"Gedankengebäude, die auf anderen Wirkungsweisen und Grundannahmen beruhen als der Rest des Lebendigen, geraten mit der Wirklichkeit zwangsläufig früher oder später in Konflikt, so dass Zerstörungsvorgänge entstehen."

"Der Eine Gedanke ist keine abstrakte Synthese aus vielen Einzelgedanken und entspringt nicht dem Versuch, etwas zu vereinen. Es geht .... darum die Einheit wahrzunehmen, die bereits besteht und alles verbindet."

Lucas Buchholz