Dank an die Erde

 

„Jeder Schritt den wir auf der Erde machen soll ein Gebet sein“

Indigene Weisheit

 

Eine Kultur der Dankbarkeit

 

Für die Onondaga und die anderen Völker des Irokesenbundes ist Dankbarkeit ein wesentlicher Teil ihrer Alltagskultur. Diese Beziehung zur Mitwelt prägt ihr in-der-Welt-sein. Sie wünschen sich ausdrücklich, dass wir diesen Teil ihrer Kultur übernehmen. Darauf warten sie schon seit fünfhundert Jahren. Auch wenn wir nicht glauben, dass die Erde beseelt und eine Schöpfung ist, kann Dankbarkeit gegenüber der Erde unsere Beziehung zu ihr wieder herstellen. Dankbarkeit macht uns deutlich, in welcher Fülle wir leben und was unsere Aufgabe hier auf der Erde ist: diese Fülle zu erhalten.

 

„Wir müssen endlich wieder Verantwortung für uns selbst und andere übernehmen. Und erkennen, dass wir auf Dauer nur in einer allverbundenen Welt überleben können – zu der auch die anderen Lebewesen dieses Planeten gehören.“

Harald Meller und Kai Michel „Das Rätsel der Schamanin“

 

Freundschaft mit der Erde

 

Auch wenn wir nicht glauben, dass wir es für die Erde tun, so tun wir es doch für uns und unsere Beziehung zu ihr. Das Ziel der Evolution ist offensichtlich die Erhaltung des Lebens in seiner ganzen Fülle und so habe ich mich entschlossen, diesen Prozess zu unterstützen. Mich macht es glücklich der Erde zu danken, den Orten, den Pflanzen den Vögeln und dem Wasser, welches immer noch reichlich vorhanden ist, trotz der vielen Dürrejahre.

Es braucht keine großen Zeremonien, das Wesentliche ist die Absicht. Wir wollen uns daran erinnern, dass nichts von dem was uns umgibt selbstverständlich ist.

 

Eine lebendige Zukunft erschaffen

 

Die Erde kann uns dabei unterstützen, wieder unsere Rolle als ihre Hüter einzunehmen, die wir viele Jahrtausende gelebt haben. Wir müssen uns nur dafür entscheiden, das zu wollen. Sie fordert uns auf, unser Leben nach bestem Wissen und Gewissen so einzurichten, dass ihre Lebenssysteme nicht zerstört, sondern gefördert werden; dass wir uns einfügen in den Kreis der Natur, in die Demokratie aller Lebewesen. Sie kann uns dabei unterstützen, organisch, aus der Sicht des Gesamtsystems, zu denken und lebendige Systeme als Organismus zu betrachten. Dadurch können wir alle unsere Entscheidungen aus der Sicht derer treffen, die nach uns kommen. In einer lebendigen Zukunft kann sich alles Leben in seiner gesamten Vielfalt immer wieder entfalten.

 

„Es geht nicht um Wachstum, sondern um Entfaltung.“

                                                                                                                                                             Gerald Hüter



Der Wortlaut

Der nachstehende Wortlaut ist aus den zahlreichen Quellen, die wir gefunden haben, und unseren eigenen Gedanken entstanden. Fühlt Euch frei, den Text an Eure jeweilige Situation anzupassen.



Lasst uns jetzt unsere Gedanken vereinen und zu einem Gedanken zusammenbringen und lasst uns unsere Herzen zusammenbringen zu einem großen Herzen, um gemeinsam Danke zu sagen an die natürliche Welt, die uns umgibt, an alle Wesen, mit denen wir diese Welt teilen.

Uns wurde die Pflicht gegeben, im Einklang miteinander und mit allen Lebewesen in einer demokratischen Gemeinschaft zu leben. Und uns wurde die Fähigkeit zum Danken und Ehren gegeben.

 

Und so bekräftigen wir gemeinsam:

Unsere Gedanken, unsere Herzen sind nun vereint in diesem Dank.

 

 à 1. Sprecher

Mutter Erde

Wir danken Dir, unserer Mutter Erde, denn Du gibst uns alles, was wir zum Leben benötigen. Du bist die Mutter allen Lebens und Du gibst uns die Möglichkeit zu wachsen und zu werden. Du trägst uns Tag für Tag, vom ersten Moment, wo unsere Füße Dich berühren und auch, wenn wir uns des Nachts zur Ruhe legen. Du gibst uns allen ein Zuhause und verzeihst uns so vieles. Wir freuen uns und danken Dir sehr, dass Du für uns sorgst, so wie Du es seit Anbeginn der Zeit getan hast. Dir, Mutter Erde, entrichten wir Dank, Liebe und Respekt.

 

Und so bekräftigen wir gemeinsam:

Unsere Gedanken, unsere Herzen sind nun vereint in diesem Dank.

 

 à Mutter Erde

Wasser der Erde

Wir danken Euch, allen Wassern der Erde, dass Ihr unseren Durst stillt, dass Ihr Kraft, Nahrung und Reinigung für alle Lebewesen bietet. Ihr seid so sanft und so kraftvoll wie die Liebe selbst. Ihr seid ein riesiges Gemeinschaftswesen, welches fast die ganze Erde bedeckt. Wir kennen Eure Kraft in vielerlei Formen: Wasserfälle und Regen, Nebel und Flüsse, Bäche und Meere, Schnee und Eis.

Wir sind dankbar, dass Du, Wasser dieser Erde, in all Deiner vielfältigen Form noch immer hier bist und Deine Verantwortung für die Schöpfung so getreu wahrnimmst. Wir Menschen sind uns einig, dass Du lebenswichtig bist, und vereinen unsere Herzen und Sinne und entrichten Gruß und Dank an Dich, Wasser, und wir verneigen uns vor Deinem Fließen.

 

Und so bekräftigen wir gemeinsam:

Unsere Gedanken, unsere Herzen sind nun vereint in diesem Dank.

 

à Wasser der Erde

die Lebewesen im Wasser

Wir wenden unsere Gedanken allen Lebewesen im Wasser zu. Ihr habt die Aufgabe erhalten, das Wasser zu säubern und zu reinigen. Ihr könnt uns zeigen, ob dieses Wasser für uns genießbar ist und Ihr gebt Euch auch als Nahrung für uns und andere Lebewesen dieser Erde hin. Und oft heilt Ihr uns nur durch Eure Anwesenheit, wenn wir die Anmut Eurer Bewegungen beobachten können. Auch bei Euch gibt es eine schier endlose Vielfalt an Formen und Farben und so könnt Ihr jede Nische Eurer Welt ausfüllen.

Wir sind dankbar, dass Ihr Eure Pflichten weiter erfüllt und entrichten Euch, den Lebewesen im Wasser, Gruß und Dank.

 

Und so bekräftigen wir gemeinsam:

Unsere Gedanken, unsere Herzen sind nun vereint in diesem Dank.

 
à Lebewesen im Wasser

Pflanzenleben

Wir wenden uns dem weiten Feld des Pflanzenlebens zu. Soweit das Auge reicht, wachsen Pflanzen und Ihr bewirkt unendlich viele Wunder. Es sind so viele Farben, Formen; Größen, Gerüche und Geschmacksrichtungen, mit welchen Ihr Euch auf dieser Erde präsentiert. Ihr nährt, kleidet und wärmt uns, Ihr bringt Heilung für Geist und Körper und Ihr sorgt dafür, dass wir Sauerstoff zum Atmen haben. Ihr seid überall auf der Erde heimisch, auch unter Wasser und an dunklen Orten.

Was wären wir Menschen ohne Euch Pflanzen. Wir vereinen unsere Gedanken und Herzen, sagen Dank und freuen uns, dass Ihr Pflanzen an jedem Ort dieser Welt wirkt und Eure Aufgaben so zuverlässig erfüllt.

 

Und so bekräftigen wir gemeinsam:

Unsere Gedanken, unsere Herzen sind nun vereint in diesem Dank.

 
à Pflanzenleben

Essbare Pflanzen

Einmütig ehren und danken wir nun noch einmal besonders allen essbaren Pflanzen, die wir aus dem Garten ernten. Seit Anbeginn der Zeit helfen Getreide, Gemüse und Obst dem Menschen und anderen Lebewesen zu überleben. Und es ist nicht nur die Energie, die Ihr uns schenkt, sondern Ihr schenkt uns auch den Genuss: denn was für eine Freude ist es, in einen reifen, saftigen Apfel zu beißen oder süßen Weintrauben zu naschen. Und so viele andere Lebewesen ernähren und erfreuen sich ebenfalls an Euch. In Gedanken und im Herzen vereinen wir alle essbaren Pflanzen und entrichten Euch Gruß und Dank.

 

Und so bekräftigen wir gemeinsam:

Unsere Gedanken, unsere Herzen sind nun vereint in diesem Dank.

 
à essbare Pflanzen

Heilpflanzen

Nun wenden wir uns einer weiteren Gemeinschaft der Pflanzen zu, die sich ganz besonders um uns Menschen bemühen. Unser Dank gilt Euch, Ihr Heilkräutern der Welt. Von Anbeginn war es Eure Aufgabe, Krankheiten zu lindern. Ihr seid die Apotheke der Natur und stärkt uns und andere Lebewesen mit Vitaminen und Nährstoffen. Treu steht Ihr bereit, um uns zu heilen. Wir sind glücklich, dass sich immer mehr Menschen für die Heilwirkung der verschiedenen Pflanzen interessieren und wieder beginnen, mit Euch in Kontakt zu treten, um Eure Kräfte wieder zu entdecken und zu nutzen. Wir beginnen wieder mehr und mehr in Erfahrung zubringen, wie wir Euch Heilpflanzen als Medizin nutzen können. So entrichten wir Dank, Liebe und Respekt an die Heilkräuter und die Hüter der Medizin.

 

Und so bekräftigen wir gemeinsam:

Unsere Gedanken, unsere Herzen sind nun vereint in diesem Dank.

 
à Heilpflanzen

Bäume

Ihr seid die Riesen unter den Pflanzen, manche von Euch können tausend Jahre alt werden. Mit Eurer Stärke und Zuverlässigkeit schützt Ihr uns vor den Gewalten des Wetters. Bei Sonne gebt Ihr uns Schatten, bei Sturm und Regen schützt Ihr uns. Ihr reinigt die Luft und speichert Wasser. Ihr seid die Lungen der Erde.
Den Tieren und uns schenkt Ihr Lebensraum. Euer Holz wärmt uns und gibt uns die Möglichkeit eine Unterkunft zu bauen und Werkzeuge herzustellen. Eure Früchte und Blätter schenken uns Nährstoffe und Vitamine.
Dadurch, dass Ihr immer auf demselben Platz stehen bleibt, können wir sehr viel von Euch über einen Ort lernen. Ihr seid sehr gute Zuhörer. Wenn wir Eure Sprache verstehen, dann könnt Ihr uns viele Geschichten über den Platz erzählen, auf dem Ihr lebt. Ihr zeigt uns, wie wir starken Stürmen trotzen können, Ihr lehrt uns auch geduldig zu sein und Dinge zuzulassen. Ihr schenkt uns so viel Nahrung mit Euren Früchten und Samen, Ihr speichert die Sonnenenergie und nährt das Feuer, ohne dass wir Menschen nicht überleben würden.

Viele Völker der Erde erkennen in einem Baum ein Symbol für Frieden und Kraft.
Wir danken Euch, den Bäumen für Euer DASEIN und wir ehren Euch mit Liebe und Respekt.

 

Und so bekräftigen wir gemeinsam:

Unsere Gedanken, unsere Herzen sind nun vereint in diesem Dank.


à die Bäume

die Tiere

Wir vereinen unsere Gedanken und Herzen und entrichten Gruß und Dank an Euch, Ihr wunderbaren Tiere dieser Welt. Ihr begegnet uns alltäglich in Eurer unfassbaren Vielfalt. Ihr seid so eindrucksvoll und mächtig, dass wir Euch gerne als unsere Lehrer annehmen. Manche von euch sind so klein, dass wir Euch teilweise nicht sehen können und dennoch schenkt Ihr uns Eure Gaben.

Ihr lehrt uns, wie wir in der Wildnis leben können und schärft unsere Beobachtungsgabe. Euer Leben gebt Ihr, um uns am Leben zu halten. Ihr schenkt uns Nahrung, Felle und Leder!

Was wären wir ohne unsere Geschwister, die Tiere? Einige von Euch bekommen wir nur zu Gesicht, wenn wir sehr aufmerksam sind, andere leisten uns Gesellschaft. Ihr erfüllt in unseren Körpern und auf der gesamten Erde so viele verschiedene Aufgaben, dass wir Eure Bedeutung für uns gar nicht mehr überblicken.

Wir sind dankbar, dass Ihr weiterhin Euer Leben mit uns teilt, und wir hoffen, dass das immer so bleiben wird. Vereinen wir unsere Gedanken und unsere Herzen und entrichten den Tieren unseren Dank, unseren Respekt und unsere Liebe.

 

Und so bekräftigen wir gemeinsam:

Unsere Gedanken, unsere Herzen sind nun vereint in diesem Dank.

 
à Tiere

 die gefiederten Völker

Mit der Kraft unseres Herzens danken wir Euch, dem gefiederten Volk. Ihr Vögel seid täglich um uns und bringt uns die Gabe des schönen Gesangs. Jeden Morgen begrüßt Ihr den Tag und erinnert uns mit Eurem Gesang, das Leben zu genießen und zu schätzen. Wir können viel von Euch lernen.

Ihr seid die wohl letzten freilebenden Völker, die sich nicht an menschengemachte Grenzen zu halten brauchen. Damit tragt Ihr Eure Botschaft über jede Landesgrenze hinaus. Und Ihr helft auch den Pflanzen durch das Land zu reisen.

Durch Eure Flugkunst seht Ihr die Welt aus einer anderen Perspektive als wir Menschen. Ihr könnt viele Dinge früher erkennen und reagiert daher auch viel früher darauf. Somit lehrt Ihr uns Menschen, die Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen und den Überblick zu behalten.

Allen Vögeln, vom kleinsten bis zum größten, entrichten wir fröhlichen Gruß und Dank.

 

Und so bekräftigen wir gemeinsam:

Unsere Gedanken, unsere Herzen sind nun vereint in diesem Dank.

 

à die gefiederten Völker

Wind und die Wolken

Wir richten unsere Aufmerksamkeit und unseren Dank an den Wind und die Wolken. Du, herrlicher Wind, reinigst unsere Erde und die Luft, die wir atmen. Du trägst die Wolken heran, die uns Regen schenken und unsere Pflanzen wachsen lassen. Du schenkst uns Energie, denn Du bewegst die großen geflügelten Mühlen, die den Strom produzieren, von dem unsere moderne Welt so abhängig ist.

Wir hören Deine Stimme, die Stimme des Windes in der bewegten Luft, wenn Du uns erfrischst und den alten Staub wegbläst. Du singst uns das Lied des Werdens, des Verweilens und auch das Lied des Vergehens, so trägst Du zum Wechsel der Jahreszeiten bei.

Wir danken Dir, Wind und entrichten Dir unsere Wertschätzung und unseren Respekt, auf dass Du bis zum Ende der Zeit Deine Botschaften um die Welt trägst.

 

Und so bekräftigen wir gemeinsam:

Unsere Gedanken, unsere Herzen sind nun vereint in diesem Dank.

 

à Wind und Wolken

Sonne

Wir senden unseren Dank an Dich, helle Sonne, dem ältesten Bruder in unserem Kreis. Unfehlbar durchmisst Du jeden Tag den Himmel von Ost nach West und bringst das Licht des neuen Tages, damit wir alles klar sehen können. Du verrichtest Dein Werk Tag für Tag und wirst nicht müde uns Deine Wärme und Dein Leuchten zu schenken. Die Pflanzen und Bäume lässt Du sprießen und stärkst sie.

Durch Dein Licht sind die Pflanzen in der Lage, den so wichtigen Sauerstoff für Tiere und Menschen zu produzieren. Und auch Du schenkst uns Energie, mit der wir unsere Häuser auch noch im Dunklen erhellen können. Du bist der Quell aller Feuer des Lebens und schenkst uns Sicherheit durch Deine Beständigkeit.

Einmütig entrichten wir der Sonne unseren größten Respekt, unsere Liebe und unseren Dank.

 

Und so bekräftigen wir gemeinsam:

Unsere Gedanken, unsere Herzen sind nun vereint in diesem Dank.

 

à Sonne

 Großmutter Mondin

Wir vereinen unsere Gedanken und Herzen und danken Dir, Großmutter Mondin, die Du den Nachthimmel erhellst. Du gehst mit unserer Erde Hand in Hand und folgst dabei einem ganz bestimmten Rhythmus, nachdem wir unsere Zeit bemessen können. Du, Großmutter Mondin, hast Einfluss auf die Wasser der Erde und sorgst so gemeinsam mit der Luft für die Bewegung der Ozeane. Du regelst die Gezeiten - spürbar in den Meeren und in uns selbst. Du bist tief mit den weiblichen Geschöpfen verbunden und wachst in der Nacht über alle Kinder dieser Erde.

Wir verneigen uns vor Dir, Großmutter Mondin, und entrichten Dir unseren Dank, unsere Liebe und unseren Respekt.

Und so bekräftigen wir gemeinsam:

Unsere Gedanken, unsere Herzen sind nun vereint in diesem Dank.


à
Mondin

die Sterne

Wir vereinen die Gedanken zu einem Gedanken und danken Euch, den Sternen. Ihr tragt in Euch die Geschichten, die von der Herkunft dieser Erde und dieses Universums erzählen. Ihr gebt uns eine Vorstellung von Ferne und Unendlichkeit, von Raum und Weite.

Wie Juwelen seid Ihr leuchtend über den Nachthimmel verteilt und helft der Mondin, die Nacht zu erleuchten und geleitet uns nach Hause.

Einmütig entrichten wir allen Sternen Gruß und Dank für Eure funkelnde Präsenz.

 Und so bekräftigen wir gemeinsam:

Unsere Gedanken, unsere Herzen sind nun vereint in diesem Dank.


à
Sterne

 die Ahnen und Lehrer

Wir öffnen unser Herz und unsere Gedanken und senden einen großen Dank an Euch, Ihr Ahnen. Ihr seid die Wege vor uns gegangen und habt so die Welt für uns vorbereitet. Ihr habt gelebt, geliebt und gelernt - so viel gelernt. Ihr habt herausgefunden, wie man das Feuer hütet, wie man Nahrung zubereitet und haltbar macht, wie man Kleider näht und auch, wie man ein weltweites Netz um die Erde weben kann, dass uns hilft uns über weite Entfernungen auszutauschen und in Verbindung zu kommen.

Ihr lehrt uns Euer Wissen, welches Ihr über Jahrtausende gesammelt und gebündelt habt. Ihr seid unsere ständigen Begleiter und unsere Lehrer.

Und so danken wir Euch, Ihr aufgeklärten Lehrer: Euch, die Ihr unbequem seid und uns den Spiegel vorhaltet und Euch, die Ihr weise seid und uns lehrt, wie man im Einklang miteinander lebt. Ihr erinnert uns an den Auftrag, die Verantwortung für uns und unsere Mitwelt zu übernehmen. Ihr erinnert uns daran, unseren Platz in der Demokratie aller Lebewesen einzunehmen und unsere Pflicht in dieser Gemeinschaft zu erfüllen.

Ihr seid immer zur rechten Stelle, um uns zu erinnern, wer wir sein wollen. Haben wir den Weg verloren, unterstützt Ihr uns und führt uns zurück.

Einmütig senden wir Gruß und tiefen Dank an Euch, unsere Ahnen und Lehrer.

Und so bekräftigen wir gemeinsam:

Unsere Gedanken, unsere Herzen sind nun vereint in diesem Dank.


à
Ahnen und Lehrer

Unsere Mitmenschen 

So öffnen wir nun unsere Herzen und richten unseren Dank an Euch, Ihr Menschen, die unseren täglichen Weg teilen und an alle Menschen auf dieser Erde. Wir teilen miteinander Impulse und Ideen, wir teilen Freude und Gemeinschaft, aber wir teilen auch Furcht und Sorge und stützen uns so gegenseitig. Und wir geben uns gegenseitig auch das Geschenk des Konfliktes, denn so können wir wachsen und uns Schicht um Schicht von alten, destruktiven Glaubenssätzen lösen. Ohne unsere Mitmenschen, die uns unsere ureigenen Schatten spiegeln und die mit uns ihr Wissen, ihre Liebe und ihr Hoffen teilen, könnten wir auf dieser Erde nicht leben.

Wir Menschen bereichern uns mit unseren unterschiedlichen Fähigkeiten, Talenten, Wünschen, Träumen und unserer Diversität. Wir senden unseren Dank, unser Hoffen und unsere Liebe an alle Menschen dieser Welt.

 

Und so bekräftigen wir gemeinsam:

Unsere Gedanken, unsere Herzen sind nun vereint in diesem Dank.

 
à Mitmenschen

die, die nach uns kommen

Wir vereinen unsere Gedanken und Herzen und senden unseren Dank nun an Euch, Ihr zukünftigen Generationen: Ihr habt das Recht auf ein unversehrtes Leben auf einer unversehrten Erde und so erinnert Ihr uns an unsere Aufgabe, die Verantwortung für Euch mitzutragen. Ihr erinnert uns daran, dass wir weiter und größer denken müssen und können, dass wir für den Umgang mit unserer Mitwelt und der Technik neue moralische Maßstäbe setzen werden, die urenkeltauglich sind. So helft Ihr uns, die richtigen Entscheidungen zu treffen und das große Ganze nicht aus den Augen zu verlieren.

Euch, Ihr zukünftigen Generationen, danken wir aus tiefstem Herzen für die Hoffnungen und die Liebe und für das Versprechen, dass diese Erde weiter bestehen wird und wir Wege finden werden, sie für Euch zu gestalten und zu erhalten.

Vereinen wir unsere Gedanken und unsere Herzen und entrichten denen, die nach uns kommen, unseren Dank, unseren Respekt und unsere Liebe.

 

Und so bekräftigen wir gemeinsam:

Unsere Gedanken, unsere Herzen sind nun vereint in diesem Dank.

 
à die, die nach uns kommen

Unser Körper

Wir richten unsere Aufmerksamkeit und senden unseren tiefsten Respekt und Dank an Dich, unseren Körper. Du bist ein unvorstellbares Wunder, ein perfekt aufeinander abgestimmtes System, dessen Ganzes so viel mehr ist als die Summe seiner Teile. Tagaus, tagein stehst Du uns in all Deiner Pracht und Deinem Potential zur Verfügung. Entstanden bist Du aus winzigsten Bestandteilen des Weiblichen und des Männlichen und Du wusstest von Beginn an, wohin Deine Reise gehen wird. Unser ganzes Leben lang bist Du Basis und Gefährt, in dem unser Geist wohnen kann, der uns immer wieder neuen Gedanken und Impulse schickt. Unsere Füße und Beine tragen uns und Hände und Arme leisten täglich tausende von Handgriffen. Du bist Gefäß für die Sinne, mit der wir die Welt um uns herum sehen, riechen, schmecken, ertasten und hören können und in Dir darf unser Herz wohnen, dass uns am Leben erhält und uns all die wunderbaren Gefühle wie Liebe, Freude, Glück und Dankbarkeit fühlen lässt. Durch Dich und mit Dir ist es uns möglich, unzählige Erfahrungen auf dieser Welt zu machen. Und wenn Du verletzt wirst, dann bist Du meistens in der Lage, Dich vollständig aus Dir selbst heraus zu regenerieren oder Du lernst mit einer schier unendlichen Kreativität, Dich neuen Gegebenheiten anzupassen. Du bist ein Geschenk von Mutter Erde an uns!

In tiefster Liebe und größtem Respekt verneigen wir uns vor Dir, Körper und senden unseren Gruß und unseren Dank an Dich.

 

Und so bekräftigen wir gemeinsam:

Unsere Gedanken, unsere Herzen sind nun vereint in diesem Dank.

 
à Unser Körper

                                                                        Das Leben

Wir danken dem Leben für das große Ganze, dem großen Geheimnis und für all die Wunder auf dieser Welt. Du hast alles geschaffen und behütest uns mit einem liebevollen Blick. Wir sind dankbar für unsere Freiheit und die Liebe, die in uns wohnt!

Wir entrichten unseren Dank an alle Gaben Deiner Schöpfung. Alles, was wir brauchen, wird uns hier auf Mutter Erde zur Verfügung gestellt.

Und wir sind dankbar für das Vertrauen, dass Du, liebes Leben in uns Menschen setzt, dass Du uns trotz aller Irrungen und Wirrungen weiter trägst und hältst. Wir hoffen und wünschen uns, dass wir uns dieses Vertrauens würdig erweisen können und unseren Teil der Vereinbarung mit dem Leben in Freude und Demut erfüllen werden.

Für alle Liebe, die uns noch immer umgibt, vereinen wir unsere Gedanken und Herzen und entrichten unseren innigsten Gruß, unseren tiefsten Dank an das Leben.

Und so bekräftigen wir gemeinsam:

Unsere Gedanken, unsere Herzen sind nun vereint in diesem Dank.

 
à das Leben

Das Unerwähnte

Wir sind nun am Ende unserer Worte. Von allen Dingen, die wir benannt haben, wollen wir nichts außen vorlassen.

So viele Dinge, die wir ständig sehen, hören, nutzen, vergessen wir zu würdigen - erst wenn wir Euch verloren haben, messen wir Euch den Wert zu, der Euch zusteht. So vieles auf dieser Welt und in diesem Universum entgeht unserer begrenzten Aufmerksamkeit. Viele Dinge oder Wesen können wir gar nicht wahrnehmen, weil uns das an unserer Aufgabe des Menschseins hindern würde. Eine unserer Aufgaben ist es zu danken, und es gibt so unendlich viel für uns zu danken, dass wir ein Leben damit zubringen könnten. Darum begrenzen wir den Dank, um auch unseren anderen Aufgaben nachzukommen, die uns das Leben und Mutter Erde zugewiesen haben. Wir vereinen unsere Gedanken und unsere Herzen und senden unseren Respekt, unsere Liebe und unseren Dank an all das Unbekannte und Unerwähnte. Auch Ihr erfüllt treu und beständig Eure Aufgaben, und seid Euch gewahr: Auch wenn wir Euch hier nicht benennen und auch wenn Ihr gerade unserer Aufmerksamkeit entgangen seid, so ehren wir Euch mit unserem höchsten Respekt und verneigen uns in tiefster Dankbarkeit.

Und so bekräftigen wir gemeinsam:

Unsere Gedanken, unsere Herzen sind nun vereint in diesem Dank.